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LinkedIn Algorithmus 2026: Richtig posten auf LinkedIn

Um den LinkedIn Algorithmus ranken sich neben einigen nützlichen Tipps auch zahlreiche Mythen. Der Grund dafür ist, dass es lange Zeit praktisch gar keine offiziellen Statements von LinkedIn zu seinem Algorithmus gab. Das hat sich 2026 geändert. LinkedIn hat sich 2026 erstmals offiziell zur Funktionsweise seines Algorithmus geäußert und einige Dinge klargestellt. In diesem Artikel wollen wir dem LinkedIn Algorithmus auf den Grund gehen, die neuesten Erkenntnisse zum LinkedIn Algorithmus erklären und mit eigenen Erfahrungen ergänzen.

Was ist LinkedIn und wie verdient die Plattform ihr Geld?

Um den LinkedIn Algorithmus besser zu verstehen, sollte man zunächst die Plattform und ihre Ziele besser verstehen: LinkedIn ist grundsätzlich eine Social-Media-Plattform. Allerdings ist sie im Gegensatz zu Facebook, Instagram, Twitter oder TikTok überwiegend auf berufliche Zwecke ausgelegt.

Das eigene LinkedIn-Profil gleicht einem ausführlichen Lebenslauf und beschreibt persönliche berufliche Kenntnisse sowie Karrierestationen. Die Plattform lukriert im Grunde genommen über vier unterschiedliche Wege Geld:

  1. Premium-Accounts (Accounts mit besonderen Funktionen)
  2. LinkedIn-Ads (Anzeigen, für die User bezahlen)
  3. Talent Solutions (kostenpflichtige Tools um Arbeitnehmer zu finden)
  4. Sales Navigator (kostenpflichtiges Social-Selling-Tool zur Unterstützung von Vertrieb & Marketing)

Welche Ziele verfolgt LinkedIn?

LinkedIn ist selbstverständlich bestrebt, dass die Plattform wächst und die Account-Zahlen steigen. Außerdem legt LinkedIn großen Wert darauf, dass sich die Nutzer möglichst lange auf der Plattform aufhalten. Der Algorithmus hat also die gezielte Aufgabe, den Nutzern jene Beiträge auszuspielen, die für sie relevant sind und die zum Verweilen auf der Plattform anregen. Gleichzeitig sollen neue Nutzer dazu motiviert werden, sich regelmäßig anzumelden und auf der Plattform zu interagieren. Dieses Grundverständnis über die Plattform zu verinnerlichen ist wichtig, um zu verstehen welche Maßnahmen den Algorithmus triggern und welche eher keine Bedeutung haben.

Wie hat sich der LinkedIn Algorithmus 2026 geändert?

Im Jahr 2026 hat LinkedIn sich erstmals in die Karten blicken lassen und in mehreren Engineering-Artikeln grob erklärt, worauf der Algorithmus künftig wert legen wird. Die eigene Expertise, eigene Interessen und Themenrelevanz rücken stark in den Fokus. Das bisher entscheidende Engagement (also Likes, Kommentare,…) verlieren stark an Gewicht.

Was bedeutet das für uns User? Die beste Reichweite erzielen Beiträge die mit Expertise untermauert sind. Die Expertise eines LinkedIn-Nutzers identifiziert der Algorithmus anhand der bisherigen LinkedIn-Beiträge und mit Hilfe dess LinkedIn-Profils. Der Algorithmus „lernt“ einen Nutzer also anhand seiner bisherigen Beiträge und Aktivitäten thematisch einzuordnen. Auf der anderen Seite werden Beiträge, für die jemand keine Expertise aufweisen kann, stark in ihrer Reichweite reduziert. Ein Vertriebler der über Tierschutz postet wird damit also kaum Reichweite erzielen.

Erkenntnisse zeigen, dass jedes Profil lediglich mit ein paar wenigen Themen „verknüpft“ werden kann. Überlegen Sie sich also gut, zu welchen Themenbereichen Sie künftig hohe Reichweite erzielen möchten und lassen Sie die anderen Themen für die nächste Zeit lieber weg.

Sogenannte Quality-Signale bleiben aber auch in Zukunft relevant. Dazu zählt beispielsweise die Verweildauer auf einem Beitrag oder wie oft ein Beitrag „gespeichert“ wird. Außerdem soll der Algorithmus „KI-Content“ künftig immer besser identifizieren und in seiner Reichweite einschränken können.

Richtig posten auf LinkedIn: 6 hilfreiche Tipps

Wenn Sie die folgenden 6 erprobten Tipps auf LinkedIn beherzigen, sind Sie auf der sicheren Seite und werden schon bald zahlreiche Menschen mit Ihren Beiträgen erreichen (für weiterführende Informationen können Sie außerdem unseren kostenlosen 10-seitigen LinkedIn for Business Guide downloaden):

1. Erstellen Sie LinkedIn Beiträge die einen Mehrwert liefern

Ähnlich wie bei der Google Suchmaschinenoptimierung, gilt auch für LinkedIn folgendes Grundprinzip: Erstellen Sie Inhalte, die dem Leser einen Mehrwert bieten. Egal ob diese Inhalte zum Nachdenken anregen, hilfreiche Tipps für den jeweiligen Berufsalltag beinhalten, oder eine spannende Diskussion entfachen – Content ist King. Content muss aber nicht gleichbedeutend mit Text sein. Zwar gehört zu jedem LinkedIn-Beitrag auch ein kurzer Text, aber auch Video-Formate (im Hochformat) gewinnen auf LinkedIn immer mehr an Bedeutung.

Gute Inhalte sind aber nicht nur inspirierend und führen dazu die Plattform regelmäßig zu besuchen, sondern sie werden auch kommentiert und erhöhen damit die Verweildauer auf der Plattform. Nutzerzentrierte Inhalte haben für die Plattform LinkedIn also ausschließlich Vorteile und werden genau deshalb bevorzugt ausgespielt.

2. Bringen Sie die Leser dazu, den LinkedIn Beitrag zu speichern

Wenn der Inhalt nicht so gut ist, dass er automatisch massenhaft zum „Speichern“ anregt, so gibt es doch einige Möglichkeiten um die Leser dennoch zum „Speichern“ anzuregen. Das Speichern von Beiträgen ist eines der wichtigsten Qualitäts-Merkmale und lässt sich deutlich schwerer manipulieren als das Liken oder Kommentieren.

Beenden Sie den Beitrag nach Möglichkeit mit der Aufforderung, den Beitrag doch bitte zu speichern, sofern er hilfreich war. Gute Freunde oder Kollegen könnten Sie außerdem explizit darum bitten, den Beitrag zu speichern, um ihm direkte Starthilfe zu geben. Die ersten 60 bis 120 Minuten nach der Veröffentlichung bleiben was die User-Signale anbelangt nach wie vor die wichtigste Zeitspanne.

Grundsätzlich sind LinkedIn Posts in der Regel zwischen 48 und 72 Stunden lang im Feed gut sichtbar und verschwinden dann allmählich aus den Feeds, dennoch erreichen die meisten Beiträge nach 24 Stunden ihren Höhepunkt und erzielen danach nur noch vereinzelt Impressionen.

3. Verbreiten Sie den Beitrag auf anderen Kanälen

Sie können die Reichweite Ihres Beitrags nicht nur steigern, indem Sie ihn direkt auf LinkedIn teilen, sondern auch indem Sie andere Social Media Kanäle miteinbeziehen. Sie können über die drei Punkte im rechten oberen Eck ihres Beitrags den „Link zum Beitrag kopieren“ und dann beispielsweise auf WhatsApp, per Mail, auf Discord oder Twitter teilen. Unserer Erfahrung nach wertet es der Algorithmus als starkes Signal, wenn viele Personen von „außerhalb“ auf einen Beitrag aufmerksam gemacht werden.

Tipp: Längere Beiträge mit mindestens 800 Wörtern oder sogenannte LinkedIn-Artikel (dazu zählen auch Newsletter) werden gelegentlich sogar von Google indexiert erhalten dann über Google zusätzlichen Traffic.

4. Persönliche Inhalte statt KI-Content

LinkedIn bestraft künftig generischen, austauschbaren Content. Dazu zählen selbstverständlich auch Texte, die zu 100% aus der Feder von KI stammen. LinkedIn versucht typische Muster zu erkennen und als minderwertig einzustufen.

Mit persönlichen Erfahrungen, konkrete Cases und eigenen Meinungen, können Sie hingegen nicht falsch machen und Ihre Reichweite erheblich steigern. dagegen mehr Sichtbarkeit.

5. Taggen bzw. Markieren Sie andere Personen auf LinkedIn

Eine hervorragende Möglichkeit um andere Personen auf Ihre Beiträge aufmerksam zu machen, sind die sogenannten „Tags“. Mit Hilfe eines Tags können Sie konkrete Personen markieren, die anschließend eine Benachrichtigung über die Markierung in ihren LinkedIn Nachrichten erhalten. Wirklich wirkungsvoll sind Markierungen allerdings nur, wenn die markierten Personen anschließend auch mit dem Beitrag interagieren. Wenn die getaggten Personen nicht reagieren, ist das Setzen von Tags eher sogar negativ.

6. Finden Sie den optimalen Zeitpunkt für LinkedIn Posts

„Wann auf LinkedIn posten?“ oder „beste Zeit zum Posten 2026“ sind zwei der am häufigsten gestellten Fragen in Bezug auf Social Media. Leider gibt es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort. Vielmehr sollten Sie bei der Veröffentlichung Ihrer LinkedIn Beiträge selbst Experimente machen, um den passenden Zeitpunkt für Ihr Unternehmen zu finden. Schließlich kennen Sie Ihre Zielgruppe normalerweise am besten und können daher auch am besten einschätzen, zu welchem Zeitpunkt Ihre Follower online sind.

Ein kleiner Praxistipp kommt dennoch zum Schluss: Planen Sie nicht alle Beiträge bereits im vorhinein! LinkedIn lässt bei der Vorausplanung nämlich nur ein viertelstündiges Intervall zu. Das heißt, Ihre Beiträge gehen immer pünklich um 9 Uhr, 9:15 Uhr, 9:30 Uhr oder 9:45 Uhr online. Da viele Menschen ihre Linkedin-Beiträge vorausplanen, teilen Sie sich in dieser Zeit die Aufmerksamkeit mit all den anderen Veröffentlichungen. Wenn Sie Ihren Beitrag hingegen eigenständig um beispielsweise 9:55 Uhr posten, hat Ihr Posting für einige Minuten weniger Konkurrenz im LinkedIn-Feed.

Bonusinfo: Und was ist mit Hashtags?

#Hashtags waren lange Zeit eine gute Möglichkeit um die Reichweite eines Beitrags auf LinkedIn zu steigern. Mittlerweile werden sie mehr als optisches Element genutzt und haben für die Reichweite keinerlei Relevanz mehr.

Tipp: Social Selling Index überprüfen

Wenn Sie wissen wollen, wie gut Ihre Performance auf LinkedIn aktuell ist, können Sie den Social Selling Index von LinkedIn kostenlos überprüfen. Der Social Selling Index gibt Aufschluss darüber, wie gut Ihr Profil im Vergleich zu anderen Personen aus Ihrer Berufsgruppe abschneidet.

Ihnen fehlt die Zeit, sich ständig mit den neuesten Entwicklungen auf LinkedIn zu beschäftigen? Dann informieren Sie sich über die unsere LinkedIn Beratung. Wir bieten neben unseren Workshops außerdem einen LinkedIn Visibility Boost und einen LinkedIn Sales Boost an.

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