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SEO Texte schreiben: Grundlagen & vertiefendes Wissen

Viele Unternehmer möchten ihre Homepage auf Google nach vorne bringen und beschäftigen sich daher mit Suchmaschinenoptimierung. Dabei erfahren sie dann, dass hochwertiger Content, also qualitativ erstklassige Inhalte, der Schlüssel zu einem guten Google Ranking sind. Das ist auch tatsächlich korrekt. Allerdings stolpern sehr viele gute Texter oder Journalisten noch immer über ein paar SEO-Basics, die sie nicht einhalten und dann trotz hervorragender Texte keine guten Platzierungen erreichen. Diese SEO-Basics möchten wir Ihnen heute näher vorstellen. Am Ende finden sich zudem ein paar Expertentipps für Fortgeschrittene.

Wie schreibt man gute SEO-Texte?

Die Grundlage für jedes gute Google Ranking ist ausgezeichneter Inhalt. Ihr Text muss also informativ, interessant, umfassend und dennoch kurzweilig sein. Außerdem sollte, wie in Büchern oder Filmen, ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut werden. Um einen informativen und interessanten Text zu schreiben, sollten Sie also Experte auf Ihrem Gebiet sein. Für einen kurzweiligen und stilistisch ansprechenden Text mit Spannungsbogen benötigen Sie je nach eigenem Talent eventuell Hilfe von einem professionellen Copywriter.

Ein hervorragender Inhalt (idealerweise der informativste und beste, der zum jeweiligen Thema im Internet zu finden ist) ist zwar die Grundlage, für die Spitzenpositionen auf Google müssen Sie aber noch folgende 5 SEO-Basics beherzigen:

1) Fokus-Keyword überlegen

Noch vor der Texterstellung, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, für welchen Suchbegriff (= Fokus-Keyword) beziehungsweise für welche Suchanfrage Ihr Text gefunden werden soll. Dabei gibt es einerseits sogenannte Shorthead Keywords, also Suchanfragen die meist nur aus einem bis maximal zwei Wörtern bestehen und die pro Tag sehr häufig gesucht werden (z. B. „SEO Texte“). Andererseits gibt es aber auch sogenannte Longtail Keywords. Das wiederum sind meist längere Phrasen (z. B. „Wie schreibt man gute SEO-Texte“) die zwar ein etwas niedrigeres Suchvolumen aufweisen, dafür aber deutlich präziser formuliert sind und eine klarere Suchintention haben. Wenn Sie nicht wissen, wofür Sie mit Ihrem Text eigentlich ranken wollen, sollten Sie zuerst eine ausführliche Keywordrecherche durchführen.

2) Suchintention verstehen und Text darauf ausrichten

Viele Texter begehen den Fehler, dass sie sich nicht in den User hineinversetzen und die Suchintention hinter dem Fokus-Keyword nicht verstehen oder beherzigen. Die Suchintention ist die konkrete Absicht des Google-Users hinter seiner Suchanfrage. User die auf Google beispielsweise nach LinkedIn Beratung suchen, suchen einen Dienstleister, der sich mit LinkedIn auskennt und Consulting gegen Bezahlung anbietet. In unserem konkreten Beispiel wäre es also nicht zielführend im Text etwas über die Geschichte von LinkedIn zu schreiben, oder noch schlimmer, über andere soziale Medien wie Twitter und Facebook. Der Google-Nutzer hat eine ganz klare Suchintention und möchte diese erfüllt bekommen.

Neben transaktionalen Suchanfragen nach Produkten oder Dienstleistungen gibt es auch rein informationelle Suchanfragen, die dem User nur zur Information über ein Thema dienen. Da es dem User darum geht seine Frage zu beantworten oder seinen Wissensdurst zu stillen, ist auch die Textlänge in einem SEO Text in der Regel nicht relevant. Für gewisse Suchanfragen benötigt es beispielsweise gar keinen Text um die Suchintention zu erfüllen.

3) Fokus-Keyword an den richtigen Stellen unterbringen

Viele Menschen glauben nach wie vor, dass die Keyworddichte des Fokus-Keywords für den Erfolg eines SEO-Textes maßgeblich ist. Doch das stimmt mittlerweile kaum noch. Wesentlich entscheidender als die Dichte des Keywords, sind dessen Positionen. An folgenden Positionen sollte das Fokus-Keyword unbedingt enthalten sein:

  • H1 Überschrift: Die sogenannte H1 ist der Titel deines Textes. In der Hauptüberschrift muss das Fokus-Keyword enthalten sein.
  • Meta-Title: Der Meta-Title ist jene Überschrift, die Google in den Suchergebnislisten (= SERPs) zum Anklicken anzeigt. Auch hier sollte das Fokus-Keyword enthalten sein.
  • H2 Überschrift: Die sogenannten H2 Überschriften sind die Zwischenüberschriften, die Ihren Text auflockern. Idealerweise sollte Ihr Fokus-Keyword auch hier enthalten sein.
  • Meta-Description: Die Meta-Description ist der kurze zweizeilige Text, der in den Suchergebnissen angezeigt wird. Um die Klickrate zu erhöhen, ist es sinnvoll das Fokus-Keyword auch dort zu verwenden.
  • URL: Die URL ist die Webadresse Ihres Textes. Bei komplett neuen Texten sollte das Hauptkeyword auch in der URL enthalten sein. Wenn Sie den Text auf einer bestehenden URL umschreiben, sollten Sie die URL allerdings unberührt lassen.
  • Alt-Tag: Der Alt-Tag befindet sich in Bildern und Grafiken auf Ihrer Website. Der Nutzen von Keywords in Alt-Tags ist in Fachkreisen umstritten. Wir empfehlen die Verwendung dennoch, nach dem Motto: Hilfts nichts, schadets nichts.

Wenn ein neuer Text veröffentlicht wird, hat Google zunächst keine Ahnung, worum es in diesem Text geht. Um sich einen groben und schnellen Überblick zu verschaffen, durchforstet Google mit Hilfe von Bots und Crawlern die genannten Stellen in Ihrem Text und ordnet ihn anschließend einem Themengebiet zu. Damit Google den richtigen Themenbereich zuordnen kann, ist es so wichtig, das Artikelthema in den Headlines klar zu kommunizieren.

Sie können sich die Google Suchmaschine wie eine große Bibliothek vorstellen. Der Bibliothekar ordnet die Bücher anhand ihrer Titel (auf dem Cover und dem Buchrücken) sowie der Klappentexte einer passenden Abteilung zu.

Selbstverständlich sollte das Fokus-Keyword auch im Fließtext vorkommen. Allerdings auf natürliche Art und Weise und nicht zwanghaft, damit der Lesefluss nicht gestört wird. In der Regel ist es unmöglich einen guten Text zu verfassen in dem das Keyword nicht hie und da auf natürliche Art und Weise verwendet wird.

4) Wichtige Nebenkeywords im Text verwenden

Bisher waren alle Basistipps logisch und nachvollziehbar. Nun tauchen wir aber in ein etwas komplexeres Thema ein: Google ist eine datengetriebene Suchmaschine. Das heißt sie beurteilt diverse Zahlen und Metriken um einen Text zu bewerten. Google möchte den besten und umfangreichsten Text zum jeweiligen Themengebiet ganz oben positionieren. Daher prüft Google den gesamten Inhalt Ihres Textes und stellt einen Zusammenhang zwischen allen verwendeten Wörtern dar. Ein Text über die Apollo 11 Mission, in dem kein einziges Mal die Begriffe „Mond“ oder „Mondlandung“ vorkommen, wird für die oberste Position genauso wenig in Frage kommen, wie ein Artikel über Entkalkungsanlagen, in dem der Begriff „Wasser“ nicht vorkommt.

Um herauszufinden, welche Begriffe im Text verwendet werden sollten, eignet sich eine WDF/IDF oder eine TF/IDF Analyse. Diverse kostenpflichtige SEO-Tools prüfen dabei die 10-20 am besten gereihten Artikel auf Google zum gewünschten Fokus-Keyword und vergleichen Ihren Text damit. Auf diese Weise können Sie feststellen, welchen Aspekten Sie in Ihrem Text möglicherweise zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben.

5) SEO Text mit anderen Unterseiten verknüpfen

Eine suchmaschinenoptimierte Website sollte man grundsätzlich ganzheitlich betrachten. Auch wenn Google jede Unterseite einzeln bewertet, so kann man dennoch mit einer geschickten internen Verlinkung alle Unterseiten gegenseitig stärken. Um die internen Verlinkungen so natürlich wie möglich zu integrieren, sollte die Textstruktur bereits so konzipiert sein, dass sich möglichst viele andere Seiten Ihrer Website damit verlinken lassen.

Tipp: Verwenden Sie bei der Verlinkung Ihrer anderen Unterseiten sinnvolle Ankertexte, die das Thema der Unterseite passend beschreiben.

Was muss ich bei der Suchmaschinenoptimierung noch beachten?

Es gibt ein paar weitere wichtige Aspekte, die nicht direkt mit dem Schreiben des Textes zusammenhängen, die das Google Ranking aber trotzdem verbessern oder zumindest stabilisieren können.

Expertentipp #1: Google liebt aktuelle Inhalte

Google legt großen Wert darauf, dass die obersten Inhalte in den Ergebnislisten auch einigermaßen aktuell sind. Je nach Themengebiet ist Aktualität mehr oder weniger wichtig. Bei sogenanntem „Evergreen Content“ genügt es, wenn man einmal pro Jahr den Text adaptiert und kleinere Änderungen vornimmt. Bei schnelllebigeren Themen hingegen kann es sich lohnen, den Inhalt in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel monatlich) auf den aktuellsten Stand zu bringen. Content-Freshness ist einer der am meisten unterschätzten Google Rankingfaktoren überhaupt.

Expertentipp #2: Google liebt alte URLs

Google ist zwar um Aktualität bemüht, dennoch bevorzugt die Suchmaschine alte URLs, die bereits seit längerer Zeit im Netz auffindbar sind. Alte URLs haben den Vorteil, dass sie bereits über mehrere Monate oder gar Jahre User-Metriken (= Nutzersignale wie z. B.: Klickrate, Verweildauer usw.) sammeln konnten. Google hat zu einer alten URL also ein gewisses Grundvertrauen, das sich neue URLs erst erarbeiten müssen. Entfernen Sie alte URLs also nicht einfach, sondern „recyclen“ Sie alte URLs und versuchen Sie das beste daraus zu machen.

Expertentipp #3: Klickrate steigern

Viele Jahre wurde darüber diskutiert, mittlerweile haben es hochrangige Google-Mitarbeiter bestätigt: Die Klickrate ist ein Rankingfaktor. Aufgrund der aktuellsten Leaks darf man zwar davon ausgehen, dass dieser Faktor an Bedeutung verlieren wird, dennoch wird die Klickrate auch künftig zu den wesentlichen Rankingfaktoren zählen. Die Klickrate zu steigern gelingt, indem man eine SERP Snippet Optimierung durchführt. Kurz gesagt geht es darum, die Texte im SERP Snippet so zu formulieren, dass die User möglichst stark zum Klicken animiert werden. Wer auch Google Ads im Suchnetzwerk schaltet, kann sich dort Inspiration für gute SERP Snippet Texte holen.

Expertentipp #4: Backlinks generieren

Über das Thema Backlinks könnte man ganze Bücher schreiben. Backlinks gelten als einer der ältesten und relevantesten Rankingfaktoren. Das liegt daran, dass sie sich nur schwer optimieren bzw. manipulieren lassen. Gute Inhalte sammeln automatisch Verlinkungen von anderen Seiten, denn gute Inhalte gehen viral und werden von den Menschen gerne verbreitet. Bei weniger guten Inhalten wird oft krampfhaft versucht mit Backlinks nachzuhelfen. Das gelingt aber nur ausgewiesenen SEO-Profis, denn dabei muss man einiges beachten. Theoretisch können sich Backlinks von dubiosen Seiten sogar negativ auswirken. In hart umkämpften Branchen wird auch diese Praxis gelegentlich angewandt.

Expertentipp #5: Aufmerksamkeit auf E-E-A-T legen

Unter E-E-A-T versteht man ein Content-Bewertungskonzept von Google. Sogenannte Quality Rater bewerten dabei die Erfahrung (E), Expertise (E), Autorität (A) und Vertrauenswürdigkeit (T) des Inhaltserstellers. Gerade bei heiklen Themen aus den Bereichen Gesundheit und Finanzen wird dem Autor des Textes schon jetzt eine größere Bedeutung zugemessen. Aktuell ist E-E-A-T noch kein algorithmischer Rankingfaktor, allerdings könnte sich dies schon bald ändern. Die Schwemme an ungeprüften KI-Inhalten macht einen stärkeren Fokus auf die fachliche Kompetenz des Autors dringend notwendig, weshalb davon auszugehen ist, dass das E-E-A-T Konzept zumindest in leicht adaptierter Form bald in den Algorithmus einfließen wird.

Sie wollen noch tiefer in die Suchmaschinenoptimierung eintauchen? Dann besuchen Sie gerne unseren SEO-Workshop oder machen sich mit unserem SEO-Check vertraut.